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Tagebuch der ersten Lernenden

Tagebuch der ersten Mediamatik-Lernenden

Neu für CYP und neu für mich

Ich arbeite seit fünf Monaten bei CYP. Um eine Ausbildnerin zu sein, bin ich ein wenig zu jung und ich bin auch keine der KV-Lernenden, welche bei CYP ihre überbetrieblichen Kurse absolvieren. Also, wer bin ich?

Mein Name ist Alexandra, momentan 16 Jahre alt und ich bin CYPs erste Mediamatik-Lernende.

Ja richtig gelesen - CYP bildet erstmalig eine eigene Lernende aus, was bedeutet, dass der Lehrstart nicht nur für mich etwas Neues ist, sondern auch für CYP. Ich möchte euch gerne berichten, wie unser gemeinsamer Start geglückt ist und welche Erfahrungen ich als Lernende bei CYP mache. Damit ihr euch eine konkrete Vorstellung machen könnt, erzähle ich euch gerne mehr aus meinem Arbeitsalltag.

Tagebuch der ersten Mediamatik-Lernenden: Struktur
Der Wechsel von Schule und Arbeit

Die Ausbildung, welche ich absolviere, ist die zur Mediamatikerin (für jene, die nicht wissen was das ist: Die Lehre ist eine Mischung aus KV, Informatik und Grafikdesign). Neben der Arbeit bei CYP besuche ich zwei Tage die Woche die BMS in Horgen und ein Mal pro Semester die ÜKs. Das macht insgesamt drei Lernorte.

Manchmal fällt mir der Wechsel zwischen Schule und Arbeit schwer. So zum Beispiel, wenn die Schule besonders anstrengend war und ich mich schon auf das Wochenende freue, aber noch zwei Tage arbeiten gehen muss. Oder wenn ich an einem Schultag sicherstellen muss, dass ich jedes Buch, das wir im Unterricht brauchen und das Hausaufgabenblatt dabei habe. Bei der Arbeit muss ich schliesslich nur meinen Computer und sonst nichts anderes mitnehmen. CYP ist nämlich digital unterwegs!

Auch wenn es manchmal herausfordernd sein kann, bin ich sehr dankbar für den Wechsel zwischen Arbeit und Schule. Es trägt dazu bei, dass es nicht langweilig wird und ich immer Abwechslung habe. Diese zwei Sachen sind mir in meinem Alltag sehr wichtig.

Tagebuch der ersten Mediamatik-Lernenden: Outlook
Mein gewöhnlicher Arbeitstag

Schule kenne ich schon von Kindesalter an. Zu arbeiten jedoch, war komplett neu für mich. Ich muss sagen, ich geniesse viele Aspekte der Arbeit, die sich zur Schule unterscheiden. Ich kann meine Arbeitszeiten freier einteilen und kann zum Beispiel einmal eine Stunde später kommen, dafür bleibe ich auch eine Stunde länger. Ich habe keinen „Stundenplan“, sondern teile mir die Arbeit nach Wichtigkeit und Dringlichkeit ein und muss Flexibilität zeigen, wenn kurzfristige Änderungen kommen. Ich habe sozusagen mehr Freiheit, muss aber auch lernen, mich bis zu einem gewissen Masse selbst zu organisieren.

Und was für Aufgaben habe ich so? So ziemlich alle meine Aufgaben erledige ich am Computer. Zu diesen zählen Sachen wie: Das Überarbeiten von veralteten Dokumenten, den Content unserer Website pflegen, Fehlerreports entgegennehmen und bearbeiten, Anleitungen für diverse Abläufe rund ums Marketing schreiben und das Erstellen von Online-Mailings.

Tagebuch der ersten Mediamatik-Lernenden: Shield

Ich hatte auch schon mehrere Projekte, dieser Blog ist zum Beispiel eines davon. Ein anderes, welches ich erst letztens beendet habe, war das Erstellen einer Umfrage und die dazu gehörige Auswertung. Die Projekte unterscheiden sich insofern von den anderen Aufgaben, dass ich bei Projektaufgaben mit viel mehr verschiedenen CYP‘lern zu tun habe. So zum Beispiel: die Person, welche mir den Auftrag gibt, meist noch jemand der mir etwas zum Auftrag erklärt und noch allerlei Mitarbeitende, die ich über den Ablauf und über meine Timeline auf dem Laufenden halten muss (dies mache ich übrigens mit dem Organisationstool Trello – für mich eine neue Form der Zusammenarbeit, aber ein super Tool zur Aufgaben-/Projektbearbeitung wenn verschiedene Leute involviert sind. Bei Interesse einfach mal googeln). So habe ich ein grosses Mass an Eigenverantwortung und Selbstständigkeit. Falls es mir aber zu viel wird oder ich nicht weiter komme, habe ich auch meinen Berufsbildner Patrick und andere internen Ansprechpartner, die mich unterstützen und jederzeit weiterhelfen. Beim Stichwort Unterstützung kann ich gleich zum letzten Punkt überleiten.

Tagebuch der ersten Mediamatik-Lernende: Pinboard
Wieso ich glücklich bin mit CYP als meinem Ausbildungsbetrieb?

Schon in der zweiten Woche wusste ich, dass ich mit CYP die richtige Firma gewählt hatte. Ich bin während einer sehr spannenden Lebensphase zu CYP gekommen. Es ist eine Phase des „Erwachsenwerdens“ und mit dem Start einer Lehre verändert sich ziemlich der ganze Alltag. Anfangs war es mir ein wenig unbehaglich, so als einzige Jugendliche unter lauter Erwachsenen zu sein, doch dieses Gefühl ist schon komplett verflogen und ich fühle mich als Teil des Ganzen. Die Mitarbeitenden sind sehr nett und haben mich gut im Team aufgenommen. Mit meinen drei Ausbildern habe ich mehrere Ansprechpartner, die mich begleiten und unterstützen und ich kann auch jederzeit auf andere Mitarbeitende zugehen, wenn ich eine Frage habe oder nicht mehr weiter weiss. Ich durfte schon viele verschiedene Aufgaben erledigen, Tools kennenlernen, kreativ sein aber auch einmal Listen abfüllen – alles in allem ist die Lehre bis jetzt ziemlich abwechslungsreich und ich bin nicht nur überzeugt, dass CYP für mich der passende Lehrbetrieb ist, sondern auch, dass das Berufsbild Mediamatikerin das Richtige für mich ist.

Der Vorteil als einzige Lernende ist für mich, dass ich wirklich persönlich und individuell begleitet werde. Das schätze ich sehr. Das klingt nun vielleicht, wie das reinste Loblied, aber ich stehe hinter diesen Aussagen und ich freue mich jetzt schon auf das, was noch kommen wird. Ich könnte noch von weiteren Sachen, an denen ich täglich Freude habe, erzählen. Wie von den täglich neuen Blumen im Welcome Center, von den ganzen Snacks, die immer auf dem Küchentisch rumliegen oder dem Hund der ab und zu mal im Büro ist. Ich glaube aber, dass ihr euch nun schon etwas unter meinem Arbeitsalltag vorstellen könnt und das war ja schliesslich der Sinn des ganzen Beitrages.