«Ein gewährter Kredit ist wie 'Cash in the Täsch'.» – Tony Cuesta

Image
Tony Cuesta

Tony Cuesta ist seit 18 Jahren Trainer bei CYP. Die Lernenden schätzen besonders sein innovatives Denken und seine Fähigkeit, komplexe Bankthemen einfach und verständlich zu erklären.

Tonys humorvoller Unterrichtsstil macht jede Lektion zu einem Erlebnis. Wer schon einmal einen seiner Kurse besucht hat, kennt seinen berühmten Spruch: «Ein gewährter Kredit ist wie 'Cash from de Täsch'». Viele Rückmeldungen von Lernenden im Laufe der Jahre zeigen, dass Tony sie nicht nur fachlich, sondern auch persönlich stark beeinflusst hat.

Ursprünglich war Tony Cuesta im Bereich der Verkaufs- und Anlagemodule tätig und arbeitete zusätzlich als Praxisausbilder bei der UBS. Die Arbeit mit Jugendlichen machte ihm besonders Freude. Er war bei den Lernenden beliebt. Diese Erfahrung motivierten ihn, seine Laufbahn als Trainer/Ausbilder bei CYP zu starten.

Was findest du besonders spannend an der Arbeit mit jungen Talenten im Bankenbereich?

Ich finde es toll, junge Leute bei ihrer Karriere in der Bank zu unterstützen. Ich kann meine Erfahrungen weitergeben und gleichzeitig von ihren frischen Perspektiven lernen. Es motiviert mich, dass ich ihre Karrieren im Banking fördern darf. Es ist erfüllend, einen Beitrag zu ihrer beruflichen Entwicklung zu leisten.

Wie verbindest du theoretische Konzepte mit praktischen Beispielen aus der Bankenwelt?

Nach der Vermittlung der theoretischen Grundlagen, zum Beispiel beim Thema «Behandlung von Risikomanagement», erläutere ich anhand realer Fallbeispiele, wie Banken Risiken identifizieren, bewerten und steuern. Dabei greife ich auf konkrete Beispiele aktueller Entwicklungen in der Finanzbranche zurück, um den Lernenden einen praxisnahen Einblick zu geben. Dies ermöglicht es ihnen, die abstrakten Konzepte besser zu verstehen und ihre Anwendbarkeit in der realen Welt zu erkennen.

Wie hältst du dich als Trainer/Ausbilder fachlich auf dem Laufenden?

Die Finanzwelt ist dynamisch und herausfordernd. Deshalb achte ich darauf, fachlich immer auf dem neuesten Stand zu sein. Dazu lese ich regelmässig Fachliteratur, höre Podcasts, verfolge Branchenentwicklungen und lese Fachartikel. Zudem tausche ich mich kontinuierlich mit Kolleginnen und Kollegen aus der Bankenbranche aus. Das hilft mir, auf dem Laufenden zu bleiben und neue Ideen zu bekommen. Auch der regelmässige Austausch mit anderen CYP Trainerinnen und Trainer hilft mir sicherzustellen, dass meine Lerninhalte immer auf dem neuesten Stand sind.

Die Lernenden sollten nicht nur ein umfassendes Verständnis für das traditionelle Bankgeschäft entwickeln, sondern auch fundierte Kenntnisse über digitale Finanztechnologien, Blockchain, künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und andere relevante Innovationen erwerben.

Tony Cuesta

Wie hat sich die Bankenbranche in den letzten 20 Jahren verändert und wie spiegeln sich diese Veränderungen in deinem Unterricht wider?

Die Bankenbranche hat sich in den letzten Jahren durch den technologischen Fortschritt und die Digitalisierung stark verändert. Diese Veränderungen im Banking spiegele ich in meinem Unterricht wider, indem ich aktuelle Entwicklungen wie digitale Zahlungssysteme (TWINT), Blockchain, Kryptowährungen, Nachhaltigkeit und künstliche Intelligenz einbeziehe. Dazu werden unsere Module regelmässig aktualisiert, sodass die Lernenden stets wissen, was die aktuellen Herausforderungen und Chancen der Bankenbranche sind.

Wie findest du die KV-Reform?

Als Trainer sehe ich die KV-Reform positiv. Denn dank der Reform haben wir unsere Unterrichtssequenzen noch mehr an die aktuellen Anforderungen und Entwicklungen angepasst, was eine noch praxisnähere Ausbildung ermöglicht.

Zudem sind die Rückmeldungen der Banken zu den Schlüsselkompetenzen der Lernenden durchwegs positiv und bestätigen die Wirksamkeit der Reform. Die Nachwuchsverantwortlichen und die Praxisausbildenden heben vor allem die praxisnahe Vorbereitung, die schnelle Integration in die Arbeitsabläufe und das Erlernen von Fachwissen hervor. Mit der KV-Reform werden Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und die Fähigkeit, sich schnell in neue Themen einzuarbeiten, besonders hervorgehoben.

Stell dir vor, du könntest die Ausbildung der KV-Lernenden im Bankwesen ändern. Was würdest du ändern? Und wie siehst du die ideale Ausbildung der KV-Lernenden im Bankwesen in zehn Jahren?

Wenn ich die Möglichkeit hätte, die Ausbildung der KV-Lernenden im Bankwesen zu gestalten, würde ich den Schwerpunkt auf eine noch engere Verzahnung von Theorie und Praxis legen. Dies könnte durch mehr praxisorientierte Projekte, Fallstudien und eine stärkere Integration von realen Arbeitsprozessen in den Unterricht erreicht werden.

In meiner Vision einer idealen KV-Ausbildung steht eine stärkere Ausrichtung auf digitale Kompetenzen im Vordergrund. Die Lernenden sollten nicht nur ein umfassendes Verständnis für das traditionelle Bankgeschäft entwickeln, sondern auch fundierte Kenntnisse über digitale Finanztechnologien, Blockchain, künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und andere relevante Innovationen erwerben.

Was möchtest du deinen jetzigen und zukünftigen Lernenden mit auf den Weg geben?

Ich betone im Unterricht immer wieder die Bedeutung des lebenslangen Lernens in unserer schnelllebigen Arbeitswelt. Ich ermutige meine Lernenden, ihre Neugier zu bewahren, ihre sozialen Kompetenzen zu stärken und ihre individuellen Fähigkeiten gezielt einzusetzen. Denn ich bin überzeugt: Eine authentische und engagierte Haltung, gepaart mit kontinuierlicher Weiterbildung, ist entscheidend für den beruflichen Erfolg und die persönliche Zufriedenheit.