Daniel Jünger ist sowohl Trainer und als auch Co-Lead «Training Program Young Talents - Apprentices» bei CYP. Darüber hinaus hat er während seiner KV-Lehre ebenfalls an den überbetrieblichen Kursen von CYP teilgenommen.
Er begann seine Karriere als Praxisausbilder in einer kleinen Raiffeisenbank, wo er seine Begeisterung für die Arbeit mit Lernenden entdeckte. Es bereitete ihm grosse Freude, Jugendliche in ihrer Entwicklung zu unterstützen und zu begleiten.
Im Oktober 2015 stiess er als Trainer zu CYP. Im März 2019 übernahm er die Rolle als Co-Lead des «Training Program Young Talents - Apprentices», wobei er weiterhin als Trainer tätig ist. Daniel ist aber nicht nur Co-Lead und Trainer, sondern hat die überbetrieblichen Kurse (üK) auch selbst als Lernender absolviert.
Während deiner Lehre bei der Raiffeisenbank hast du auch die überbetrieblichen Kurse (üK) bei CYP besucht. Was für Erinnerungen hast du noch an diese Zeit?
Die Zeit bei CYP ist mir in guter Erinnerung geblieben. Ich habe mich immer auf den üK gefreut. Sie waren eine schöne Abwechslung zum Alltag in der Bank oder in der Berufsfachschule. Die Kurse waren schon damals anspruchsvoll, aber durch das Unterrichtssetting erfrischend anders.
Gibt es Kurse oder Erfahrungen, die dir besonders im Gedächtnis geblieben sind?
Ich habe keine besondere Erinnerung an einen bestimmten Kurs. Wie vorher erwähnt, wurden wir im Ük gefordert und er war sehr lehrreich. An was ich mich deutlich erinnere, sind die Vor- und Abschlusstests, die es bereits zu meiner Zeit gab und ich stets als stressig empfand. Sehr positiv denke ich jedoch an die Trainerinnen und Trainer zurück. Ich hatte das Privileg, von Trainer:innen unterrichtet zu werden, mit denen ich jetzt zusammenarbeite oder in der Vergangenheit zusammengearbeitet habe.
Du bist nun seit 9 Jahren dabei. Wie erlebst du die Entwicklung von CYP und welche Veränderungen hast du beobachtet, seitdem du selbst Lernender warst?
CYP hat sich kontinuierlich weiterentwickelt. Es waren jedoch nicht fachliche Veränderungen im Banking, die diese Entwicklung ausgelöst haben, sondern der Innovationsgeist von CYP. Wir haben zum Beispiel die Art und Weise, wie wir unterrichten weiterentwickelt. Das Learning Design wird laufend den neusten Erkenntnissen aus dem Bildungsumfeld angepasst. Dies führt dazu, dass wir auch unsere Module regelmässig methodisch und didaktisch anpassen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Fokussierung auf die Handlungskompetenzen.
Im Vergleich zu früher hat sich meiner Meinung nach das Unterrichtssetting sehr verändert. Zu meiner Zeit war der Unterricht oft frontal, mit Übungsphasen oder Rollenspielen. Heute arbeiten wir sehr handlungsorientiert. Die Aufgaben aus der Praxis und die Förderung von überfachlichen Kompetenzen haben an Bedeutung gewonnen.
Welche Werte und Fähigkeiten, möchtest du heute als Trainer an die Lernenden weitergeben?
Es ist mir ein Anliegen, dass die Lernenden ein solides bankfachliches Grundwissen erwerben. Der Erwerb von Fachkompetenzen spielt in der Ausbildung der Lernenden eine wichtige Rolle. Ich bin aber auch überzeugt, dass dies Hand in Hand mit der Förderung von überfachlichen Kompetenzen geht. Zum Beispiel halte ich das gemeinsame Lernen und das Lernen voneinander für sehr wichtig. Dazu gehört auch, wie man sich in einem Team verhält oder wie man erfolgreich Lösungen für Aufgaben findet.
Worin besteht der Unterschied zwischen deiner Rolle als Trainer und als Co-Lead?
Meine zwei Rollen als Co-Lead und Trainer bieten viel Abwechslung, was ich als grosse Belohnung und positive Herausforderung empfinde. Jeder Tag bringt neue Erfahrungen. In meinen beiden Positionen habe ich die Möglichkeit, eng mit verschiedenen Teams und Menschen zusammenzuarbeiten, was ich als sehr bereichernd empfinde.
Als Trainer führe ich den Unterricht durch und setze das von den Verantwortlichen entwickelte Drehbuch (Ablauf eines Unterrichts) um. Als Co-Lead arbeite ich aktiv an der Konzeption und Entwicklung von Modulen. Dabei setze ich meine methodisch-didaktischen Kenntnisse gezielt ein und bilde mich kontinuierlich weiter. Besonders faszinierend finde ich, dass die Modulentwicklung eine Teamarbeit ist, bei der verschiedene Fachleute von CYP mit unterschiedlichen Kompetenzen zusammenarbeiten. Ich bin meinen Kolleginnen und Kollegen sehr dankbar für alles, was ich von ihnen lernen durfte.
Auch der enge Kontakt und Austausch als Co-Lead mit den Nachwuchsverantwortlichen in den Banken ist für mich sehr bereichernd. Ich erhalte tiefere Einblicke in die Arbeit mit den Lernenden und kann zusammen mit den Banken gemeinsame Projekte umsetzen, was ein tolles Gefühl ist.
Welche Fähigkeiten und Kenntnisse hast du bei CYP erworben, die du zurückblickend als besonders wertvoll für deine berufliche Laufbahn betrachtest?
Durch meine Arbeit bei CYP konnte ich vor allem meine pädagogischen Kompetenzen weiterentwickeln. Diese sind jetzt besonders wertvoll, wenn es darum geht, Module für die neue KV-Reform zu entwickeln. Zudem habe ich als Co-Lead gelernt, die Verantwortung für einen ganzen Kurs zu teilen, was ich vorher in dieser Form nicht kannte. Heute organisiere ich mich anders und achte mehr darauf, verschiedene Sichtweisen bei Entscheidungen zu berücksichtigen.