Andy Wirth, BFE-Absolvent: Banking ist Vertrauenssache

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Porträt Andy Wirth

Von der IT-Branche ins Bankwesen.

Der Wechsel aus der IT-Branche ins Banking im Jahr 2022 war für Andy Wirth eine Chance, die er nicht verpassen wollte. Von Anfang an war ihm bewusst, dass eine fundierte Ausbildung im Banking- und Finanzwesen unverzichtbar sein würde. Deshalb entschied sich Andy für den Lehrgang «Banking & Finance Essentials».

Andy Wirth ist 39 Jahre alt und arbeitet seit rund 2 Jahren als Privatkundenberater für Individualkunden bei der Raiffeisenbank Jungfrau in Interlaken. Im Jahr 2022 erhielt er die Möglichkeit, als Quereinsteiger aus der IT-Branche ins Banking zu wechseln. Die Weiterbildung "Banking & Finance Essentials" schloss er erfolgreich im Jahr 2023 ab.

Was hat dich dazu bewogen, den Lehrgang "Banking & Finance Essentials" bei CYP zu besuchen, und welche Erwartungen hattest du an die Weiterbildung?

Als sich mir 2022 die Möglichkeit bot, als Quereinsteiger aus der IT-Branche ins Banking zu wechseln, war für mich bereits klar, dass eine Ausbildung im Banking- und Finanzbereich sinnvoll und notwendig ist. Von der Ausbildung erwartete ich vor allem, ein grundsätzliches Verständnis für das Bankensystem und dessen Zusammenhänge in Politik und Wirtschaft zu gewinnen – insbesondere jedoch auch ein vertieftes Wissen über das Anlagegeschäft.

Wie hat der Lehrgang deine Bankkenntnisse vertieft und dein Verständnis komplexer Finanzthemen erweitert?

Im ersten Halbjahr wurde mit den Basic-Modulen ein breites Fundament gelegt. Einerseits wurde ein ganzheitliches Verständnis für die grundlegende Funktionsweise des Bankensystems vermittelt, andererseits wurden grundlegende Themen wie Basisdienstleistungen, Compliance, Anlagegeschäft, Finanzieren und weitere Themen behandelt. Die Advanced-Module bauen auf den Basic-Modulen auf und vertiefen spezifische Themen auf ein solides Niveau. Letztlich bleibt aber die praktische Erfahrung in diesen Bereichen für eine kompetente Beratung unerlässlich.

Durch den BFE-Lehrgang konnte ich mein Wissen deutlich erweitern und meinen Kunden Markterwartungen oder Marktbewegungen verständlicher erklären.

Andy Wirth, Raiffeisenbank Jungfrau in Interlaken

Welche Inhalte oder Module hast du für deinen Berufsalltag im Banking als besonders wertvoll empfunden und warum?

Im Bereich Finanzieren hatte ich bereits ein breites Grundwissen, das ich durch den Lehrgang weiter verfeinern konnte. Besonders wertvoll waren jedoch die Kenntnisse in den Bereichen Börse, Trade Finance und Devisen, da ich vorher nur wenig bis gar nichts über die Funktionsweisen und die Zusammenhänge mit der SNB und der Wirtschaft wusste. Durch den BFE-Lehrgang konnte ich mein Wissen deutlich erweitern und meinen Kundinnen und Kunden, Markterwartungen oder Marktbewegungen verständlicher erklären.

Gab es während des Kurses einen Moment, der deine berufliche Sichtweise oder deine Herangehensweise an Bankprozesse verändert hat? Wenn ja, was war das und warum?

Einen bestimmten Schlüsselmoment kann ich nicht nennen, aber da ich von Anfang an als Privatkundenberater für Individualkunden tätig war, konnte ich das Gelernte laufend in die Kundenberatungen einfliessen lassen und immer umfassender und zielgerichteter beraten. Klar ist aber, dass es im Banking keinen Platz für Halbwissen gibt – Vertrauen ist das A und O und viele Themen erfordern Erfahrung, um Kundinnen und Kunden kompetent beraten zu können.

Welche beruflichen Türen hat dir der BFE-Abschluss geöffnet, und welche Rolle spielt die Weiterbildung für deine weiteren Karrierepläne?

Der erfolgreiche Abschluss des BFE-Lehrgangs hat mir vor allem die Beförderung vom Handlungsbevollmächtigten zum Prokuristen ermöglicht. Was mir die Zukunft noch bereithält, werden wir sehen. 

Was hast du vor deinem Wechsel in die Bankenbranche beruflich gemacht? Welche Erfahrungen konntest du dort sammeln, die heute für dich wertvoll sind?

Vor meinem Wechsel in die Bankenbranche war ich Teilhaber einer Webagentur mit Schwerpunkt auf webbasierten Individualentwicklungen. In meiner Rolle als Geschäftsleiter war ich für den Bereich Verkauf und Marketing verantwortlich. Mein betriebswirtschaftliches Verständnis und Denken sind heute besonders wertvoll. Sie ermöglichen es mir, sowohl für meine Arbeitgeberin als auch für die Kundinnen und Kunden passende Lösungen zu evaluieren oder fundierte Empfehlungen abzugeben. Ein Kompliment einer Kundin bleibt mir dabei besonders in Erinnerung: "Herr Wirth, Sie sind für mich eher Unternehmer als Banker – deshalb habe ich Sie gerne als Sparringpartner."  Dieses Feedback ist in Anbetracht meines beruflichen Hintergrunds und meiner aktuellen Tätigkeit ein echtes Kompliment und Seelenbalsam.

Wer oder was hat dich dazu motiviert, in die Bankenbranche zu wechseln? Was hat den Ausschlag gegeben, diesen Schritt zu gehen?

Es spielten mehrere Faktoren eine Rolle – der entscheidende war jedoch die Geburt unseres zweiten Kindes. Trotz der grossen Flexibilität im alten Job, hatte ich das Bedürfnis, die Zeit mit der Familie besser zu nutzen. Gleichzeitig sprach mich mein heutiger Vorgesetzter erneut an und wies darauf hin, dass es in seinem Team eine freie Stelle gäbe, die gut zu mir passen würde. Nach reiflicher Überlegung, einer nicht leichten Entscheidung, meinen alten Job zu verlassen, und einem emotionalen Abschied habe ich ein halbes Jahr später ein neues Kapitel in meinem Leben aufgeschlagen. Jetzt, nach 2,5 Jahren, bereue ich den Schritt keineswegs: Ich verbringe mehr Zeit mit meiner jungen Familie, die Webagentur läuft weiterhin und ich fühle mich nach wie vor wohl in meiner Rolle. Und soweit ich weiss, ist auch mein Arbeitgeber zufrieden 😉.

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