Renforcer la résilience, éviter les pertes de productivité chez les apprenti·e·s — Arno Luginbühl, Kitoko People

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Eine junge Frau und ein junger Mann stehen vor einem Schild Resilienz

Psychische Belastungen bei Lernenden kosten Unternehmen Produktivität. Doch es gibt einen Ausweg: Gezielte Resilienzförderung macht junge Menschen nicht nur widerstandsfähiger, sondern auch motivierter und leistungsfähiger. Arno Luginbühl, Experte für die Generation Z, von Kitoko People erklärt in seinem CYP Praxisimpuls, wie Ausbildungsbetriebe mit der richtigen Herangehensweise zum Erfolgsfaktor werden. 

Stress und Druck wirken sich bei Lernenden besonders stark aus und verursachen deutliche Produktivitätsverluste. Ausbildungsbetriebe, die früh Resilienz fördern, stärken Motivation, Stabilität und Leistungsfähigkeit. Entscheidend ist, jungen Menschen Raum zu geben, mit Druck umzugehen und sich praxisnah und auf Augenhöhe weiterzuentwickeln. Das ist ein Erfolgsfaktor für den Ausbildungsbetrieb der Zukunft.

Arno Luginbühl, Managing Partner bei Kitoko People und Experte für die Generation Z, hat für CYP einen Praxisimpuls zur Förderung der Resilienzkompetenz bei Lernenden verfasst.

Junge Talente fehlen häufiger. Mentale Gesundheit wird zum Produktivitätsfaktor.

Die neuste AXA-Studie zeigt: Junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren sind psychisch stärker belastet als jede andere Altersgruppe, besonders Lernende. Fast jede:r Fünfte leidet unter hohem mentalem Druck. Auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bestätigt: Rund 20 % der Jugendlichen in der Schweiz zeigen psychische Belastungssymptome.

Die Folgen für Betriebe sind erheblich: Lernende mit psychischen Belastungen fehlen zwei- bis viermal häufiger. Das bedeutet bis zu 33 Absenztage pro Jahr. Ein einziger Absenztag kostet den Ausbildungsbetrieb im Schnitt CHF 213.–. Damit werden mentale Gesundheit und Resilienz zu entscheidenden Produktivitätsfaktoren.

Resilienzkompetenz: Hebel für Produktivität und Gesundheit

Die gezielte Förderung von Resilienzkompetenz ist ein Schlüssel für gesunde und leistungsfähige Lernende. Wer früh lernt, mit Druck, Rückschlägen und Unsicherheit konstruktiv umzugehen, bleibt nicht nur psychisch stabiler, sondern auch engagierter im Berufsalltag.

Studien zeigen, dass sich wirksame Prävention auszahlt:

  • Unternehmen, die in mentale Gesundheit investieren, steigern die Produktivität bei über 70 % der Mitarbeitenden.
  • Die Fluktuation sinkt um bis zu 50 %.
  • Der Return on Investment liegt bei 5:1.
  • Über 85 % der Gen Z suchen gezielt Arbeitgebende, die Mental Health ernst nehmen.

Warum steht die Generation Z unter Druck?

Die Belastungen sind vielfältig. Innerhalb von Betrieben führen Reorganisationen, fehlende Wertschätzung, ständige Erreichbarkeit und ein hohes Arbeitstempo zu Stress. Von aussen kommen weitere Faktoren hinzu:

  • soziale Medien
  • familiäre Spannungen
  • schulischer Leistungsdruck
  • globale Krisen

Diese Einflüsse sind oft unsichtbar, wirken aber direkt auf Motivation, Lernverhalten und psychisches Gleichgewicht.

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Eine Gruppe Leute

Berufsbildende und Peers als Schlüsselpersonen

Berufsbildner:innen sind weit mehr als reine Fachbegleitende. Sie sind oft die ersten Ansprechpersonen bei Belastungen. Damit sie diese Rolle wahrnehmen können, brauchen sie Sicherheit im Alltag: im Erkennen von Warnsignalen, in der Gesprächsführung und im Wissen um passende Unterstützungsangebote.

Gleichzeitig prägen auch Peers die psychische Gesundheit. Junge Menschen vertrauen Gleichaltrigen schneller, weil diese ähnliche Erfahrungen teilen. Das senkt die Hemmschwelle, offen über Belastungen zu sprechen. Wichtig ist, Lernenden aktiv Räume zu eröffnen – für Austausch, Reflexion und gemeinsame Stärkung.

Fazit: Resilienz stärkt die Zukunft

Die Förderung psychischer Gesundheit beginnt nicht erst bei Ausfällen, sondern im Alltag der Ausbildung. Wer die Widerstandskraft junger Menschen gezielt stärkt, legt den Grundstein für:

  • nachhaltige Leistungsfähigkeit
  • Eigenverantwortung
  • persönliche Entwicklung

Damit wird Resilienzkompetenz nicht nur ein entscheidender Schlüssel in der Nachwuchsentwicklung, sondern auch ein echter Wettbewerbsvorteil für Ausbildungsbetriebe.