Seit 2017 ist Suela Mehmetaj Teil von CYP und ist begeistert von der Zusammenarbeit mit jungen Menschen. Sie liebt es, mit unterschiedlichen Persönlichkeiten zu arbeiten und sie auf ihrem Weg der Entwicklung zu unterstützen.
Suela Mehmetaj begann ihre berufliche Laufbahn mit einer Banklehre bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Nach der Lehre merkte sie, wie viel Freude es ihr bereitet, junge Menschen beim Einstieg ins Berufsleben zu unterstützen. Diese Leidenschaft führte sie schliesslich dazu, ein Studium an der Pädagogischen Hochschule (PH) zu absolvieren. Nach ihrem Abschluss entschied sie sich im Jahr 2017, bei CYP als Trainerin einzusteigen. Seit 2021 ist sie Co-Lead für das Training Program Young Talents – Apprentices.
Suela, du bist Co-Lead für den Bildungsgang der Lernenden seit 2021. Weshalb hast du dich für diesen Schritt entschieden?
Im Herbst 2021 habe ich die Rolle als Co-Lead für das Training Program Young Talents – Apprentices übernommen, der Bildungsgang für die Lernenden. Die Entscheidung war nicht ganz einfach, denn ich habe meinen Job als Trainerin sehr geschätzt. Letztlich habe ich mich dafür entschieden, weil ich darin die Chance gesehen habe, mich sowohl persönlich als auch beruflich weiterzuentwickeln – und vor allem, weil es mir ermöglicht hat, aktiv die Ausbildung der Lernenden bei CYP mitzugestalten.
Was gefällt dir an der Funktion des Co-Leads? Was ist besonders spannend daran?
Besonders schätze ich die Zusammenarbeit mit den Nachwuchsverantwortlichen der Banken, die meinen Blickwinkel immer wieder erweitert. Ausserdem habe ich die Gelegenheit, die Module nach BiVo23 mitzugestalten – eine Aufgabe, die nicht nur mein bankfachliches Wissen fordert, sondern auch pädagogische und didaktische Überlegungen einbezieht. Diese Mischung aus Fachwissen und Bildungs-Know-how macht meine Arbeit besonders spannend und erfüllend.
Du bist nebst Co-Lead weiterhin Trainerin.
Hast du ein Lieblingsmodul, das du gerne unterrichtest?
Ich mochte alle unsere Module, weil ich ein Fan unseres Lernsettings bin. Die Module sind sehr abwechslungsreich gestaltet, was die Arbeit als Trainerin besonders spannend macht. Mein absolutes Lieblingsthema war jedoch alles, was mit dem Thema Hypothek zu tun hat. Um den Lernenden die Inhalte greifbarer zu machen, habe ich einen bestimmten Prozess aus meiner ehemaligen Arbeit detailliert z.B. im Hypothekarbereich beschrieben. So konnte ich das Thema anschaulicher gestalten.
Welche Erfolge in deiner Trainerinnentätigkeit sind dir besonders in Erinnerung geblieben?
Für mich sind es die kleinen Momente, in denen ich gesehen habe, wie Lernende Erfolgserlebnisse hatten oder zum Weiterdenken angeregt wurden – das war und ist für mich der wahre Erfolg. Jeder Kurstag hatte dadurch seine eigene besondere Note und trug auf seine Weise zum Erfolg bei. Wenn ich am Ende des Tages merkte, dass die Lernenden einen Schritt weitergekommen waren, war ich zufrieden.
Welche Trends siehst du für die Zukunft der Bankenbranche und wie bereitest du deine Lernenden darauf vor?
Die Digitalisierung wird in der Bankenbranche weiterhin eine zentrale Rolle spielen und immer weiter voranschreiten. Dadurch werden Sozial-, Selbst- und Methodenkompetenzen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Lern- und Veränderungsbereitschaft der Lernenden wird daher immer wichtiger. Um sie darauf vorzubereiten, legen wir schon heute in unseren Kursen grossen Wert darauf, genau diese Kompetenzen zu trainieren und zu fördern, sodass sie flexibel und anpassungsfähig auf die Anforderungen der Zukunft reagieren können.
Ich finde, die Banklehre ist heute schon auf einem sehr guten Niveau. In den nächsten 10 Jahren könnte der Fokus jedoch noch stärker auf technologischen Kompetenzen und Soft Skills liegen, da diese zunehmend wichtiger werden.
Wie findest du persönlich die KV-Reform?
Ich halte die KV-Reform für sehr sinnvoll und zukunftsorientiert. Sie zielt darauf ab, die Lernenden gezielt auf berufliche Handlungssituationen vorzubereiten, sodass sie diese souverän meistern können. Damit machen wir sie nicht nur fit für das Arbeitsleben, sondern auch für die Herausforderungen der Zukunft.
Wenn du etwas an der Ausbildung von KV-Lernenden in Banken ändern könntest, was wäre das?
Mit der aktuellen KV-Reform bewegen wir uns bereits in eine sehr vielversprechende Richtung. Interessant wäre es jedoch, diese Frage direkt den Lernenden zu stellen, um ihre Perspektiven und Verbesserungsvorschläge aus erster Hand zu erfahren.
Wie stellst du dir die ideale Ausbildung für Bankkaufleute in 10 Jahren vor?
Ich finde, die Banklehre ist heute schon auf einem sehr guten Niveau. In den nächsten 10 Jahren könnte der Fokus jedoch noch stärker auf technologischen Kompetenzen und Soft Skills liegen, da diese zunehmend wichtiger werden. Es wäre sinnvoll, diese Bereiche in der Ausbildung weiter auszubauen, um die Bankkaufleute optimal auf die Anforderungen der Zukunft vorzubereiten.
Was möchtest du den Banklernenden mit auf den Weg geben?
Ich möchte ihnen mitgeben, immer mit einem positiven Mindset an Aufgaben heranzugehen. Ich wünsche ihnen, dass sie an sich selbst glauben und herausfordernde Zeiten als Chancen betrachten, sich weiterzuentwickeln. Denn mit der Zuversicht, dass auch schwierige Phasen vorübergehen, können sie gestärkt daraus hervorgehen.