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HMS in BEM für Schulen

HMS in BEM für Schulen

Der Bildungsgang BEM startet für die HMS-Absolvierenden (HMS in BEM) jeweils im September. Bei erfolgreichem Absolvieren der nötigen Qualifikationen erhalten die HMS-Praktikanten nach einem Jahr den offiziellen HMS-Abschluss (EFZ Kauffrau/Kaufmann D&A mit Berufsmaturität). In einer Gleichwertigkeitsanerkennung hat das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) 2011 den Ausbildungsweg HMS in BEM anerkannt. Weitere 6 Monate Praktikum dienen der Festigung des Bankwissens und den Abschlussprüfungen zur Erreichung des Zertifikates der Schweizerischen Bankiervereinigung SBVg "Bankeinstieg für Mittelschulabsolventen".

Vorgehen

Die Leistungsvereinbarung für die HMS in BEM während des Praktikumsverhältnisses ist im Rahmenvertrag der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) geregelt. Dabei wurde der Ausgangslage und den Bedürfnissen der HMS/WMS-Absolventen Rechnung getragen. Unter anderem wurde festgehalten, dass nur Banken mit einer Lehrbewilligung der Bankiervereinigung als Praxisbetrieb agieren dürfen. Somit wird die Handels- oder Wirtschaftsmittelschule bezüglich operativer Betreuungs-Aufgaben entlastet. Eine Liste der bereits anerkannten Banken für BEM-Lehrgänge ist auf der Seite der SBVg aufgeführt. Der Rahmenvertrag wird einmalig zwischen der ausbildenden Bank und der Schule bzw. dem Praktikumsstellenmanagement (betrifft z.B. Kantone Bern und Basel) gegenseitig unterzeichnet. Der Rahmenvertrag bildet die Basis für die Zusammenarbeit und die Anstellung von HMS-Schüler.

Zwischen den HMS-Absolvierenden, der Bank und der Schule bzw. dem zuständigen Praktikumsstellenmanagement wird ein offizieller (und unabänderlicher) Praktikumsvertrag angewendet. Die Bankpraktikanten sind vom kantonalen Berufsbildungsamt, von der Handelsmittelschule bzw. vom Praktikumsstellenmanagement in der DBLAP2 zu erfassen.

Die Teilnehmenden besuchen anstelle der überbetrieblichen Kurse D&A jene der Branche Bank
(Module bei CYP), um sich das theoretische Bankfachwissen anzueignen. Die Kurse sind so aufgebaut, dass die Teilnehmenden on-the-job möglichst schnell in allen Bereichen einsatzfähig sind. Für die überbetrieblichen Kurse der Branche Bank ist CYP als Ausbildungsprovider verantwortlich und übernimmt dabei auch die Vorbereitung und Durchführung der betrieblichen Qualifikationsverfahren. Weitere Informationen zur Zusammensetzung des betrieblichen Qualifikationsverfahrens und den Ersatznoten finden Sie hier.

Schnittstelle CYP

CYP stellt sicher, dass die betrieblichen Qualifikationselemente / Ersatznotengebung für die zwei ALS, die betriebliche PE sowie die Berufspraxis mündlich und schriftlich an die DBLAP2 übermittelt werden. Es findet keine eigentliche mündliche Prüfung statt.

Für die Übermittlung bzw. den Eintrag auf der DBLAP2 der schulischen PE bzw. des Kompetenznachweises (KN) sind die Wirtschaftsmittelschulen selbst verantwortlich. Die Note wird vor Beginn des LZP auf der DBLAP2 von den HMS/WMS bzw. dem Praktikumsstellenmanagement eingetragen. Die Logindaten für DBLAP2 werden von den Banken somit nicht benötigt. Einzig ein Vertreter von CYP erhält einen Zugang für die Notenerfassung.

Lernenden der 5 Wirtschaftsmittelschulen des Kantons Bern bietet sich die Gelegenheit, mit dem an die schulische Ausbildung anschliessenden 12-monatigen Langzeitpraktikum im Rahmen der BEM-Ausbildung nicht nur den Berufsabschluss Kauffrau/Kaufmann EFZ mit Berufsmaturität, Typ Wirtschaft, zu erlangen, sondern sich während den total 18 Monaten auch noch ein grosses bankenspezifisches Wissen anzueignen. Das Zusammenspiel zwischen der praktischen Ausbildung in einer Bank und dem Besuch der Ausbildungsmodule bei CYP, gepaart mit einer vorgängigen Mittelschulausbildung, ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Der Standort Schweiz und seine Banken brauchen auch in Zukunft gute Fachkräfte!

Pia Ammann, Leiterin Geschäftsstelle BM-Praktika der bernischen Wirtschaftsmittelschulen

Abschluss EFZ Kauffrau/Kaufmann D&A, Berufsmaturität

Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis Kauffrau/Kaufmann D&A, Berufsmaturität

Das betriebliche Qualifikationsverfahren für den HMS Abschluss (EFZ Kauffrau/Kaufmann D&A, Berufsmaturität) setzt sich aus folgenden vier Elementen zusammen:

1. Gewichtung: 25 %

Elemente
Lernerfolgskontrolle 1
Bemerkungen
während den ersten 12 Monaten
Vorgaben gemäss Richtlinien
Dauer: 30 Minuten
08.00-08.30 Uhr vor Kursdurchführung Modul 722 Prüfungsrelevante Teilfähigkeiten Modul 721


Diese Lernerfolgskontrolle dauert 30 Minuten, findet nur vor einer Kursdurchführung des Moduls 722 statt und wird am PC absolviert. Sie wird zentral in allen Sprachregionen durchgeführt (deutsche Schweiz: Zürich, französische Schweiz: Lausanne, italienische Schweiz: Vezia). Eine Anmeldung an die Lernerfolgskontrolle ist nötig. Prüfungsrelevant sind die Teilfähigkeiten des vorgängigen Modules 721 inkl. Vor- und Nachbereitung. Es werden zirka 50 % der Fragen in Form von Multiple-Choice-Aufgaben gestellt und zirka 50 % der Fragen als Bearbeitungsaufgaben (offene Aufgabenstellungen). Da die Lernerfolgskontrolle als offizielles Qualifikationselement zum EFZ (Eidg. Fähigkeitszeugnis) zählt, werden die Noten an der Diplomfeier der HMS bekannt gegeben und nicht früher.

2. Gewichtung: 25 %

Elemente
Schriftliche Prüfung 1 Basic nach den Basic Modulen
Bemerkungen
während den ersten 12 Monaten
Vorgaben gemäss Richtlinien
Dauer: 2 Stunden, elektronisch
Single Choice
Teilfähigkeiten gemäss Modulidentifikation


Die Schriftliche Prüfung 1 Basic ist eine zweistündige Prüfung, welche am PC absolviert wird. Sie wird zentral in allen Sprachregionen durchgeführt (deutsche Schweiz: Zürich, französische Schweiz: Lausanne, italienische Schweiz: Vezia). Geprüft werden die Inhalte der Basic Module 711-FIBA, 712-ANPA und 713-FIN. Die Fragen werden in Form von Single-Choice-Aufgaben gestellt. Der integrierte Praxisteil (IPT), der bereits im schulischen Bereich erstellt wurde, wird mit der Schriftlichen Prüfung 1 Basic mit 25 % gewichtet.

3. Gewichtung: 25 %

Elemente
ALS 1 (obligatorisch)
ALS 2 (obligatorisch)
weitere ALS (optional)
Bemerkungen
während den ersten 12 Monaten
Vorgaben gemäss Richtlinien
Teilfähigkeiten gem. Katalog der Teilfähigkeiten BEM und Katalog der Teilfähigkeiten MSS


ALS steht für Arbeits- und Lernsituation. Die ALS bildet die Qualifikation am Arbeitsplatz und den Praxistransfer ab. Beurteilt werden Fach-, Methoden- wie auch Sozial- und Selbstkompetenzen. Die Erstellung und Beurteilung der ALS wird von der ausbildenden Bank vorgenommen. Pro ALS werden Beurteilungen mit jeweils 8 fachlichen Teilfähigkeiten BEM und 8 Teilfähigkeiten Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz berücksichtigt.

4. Gewichtung: 25 %

Elemente
Lernerfolgskontrolle 2
Bemerkungen
während den ersten 12 Monaten
Vorgaben gemäss Richtlinien
Dauer: 30 Minuten
08.00-08.30 Uhr vor Kursdurchführung Modul 723 Prüfungsrelevante Teilfähigkeiten Modul 722


Diese Lernerfolgskontrolle dauert 30 Minuten und findet nur vor einer Kursdurchführung des Modul 723 statt und wird am PC absolviert. Sie wird zentral in allen Sprachregionen durchgeführt (deutsche Schweiz: Zürich, französische Schweiz: Lausanne, italienische Schweiz: Vezia). Eine Anmeldung an die Lernerfolgskontrolle ist nötig. Prüfungsrelevant sind die Teilfähigkeiten des vorgängigen Moduls 722 inkl. Vor- und Nachbereitung. Es werden zirka 50 % der Fragen in Form von Multiple-Choice-Aufgaben gestellt und zirka 50 % der Fragen als Bearbeitungsaufgaben (offene Aufgabenstellungen). Die Noten der Lernerfolgskontrolle werden an der Diplomfeier der HMS bekanntgegeben.

HMS Abschluss EFZ Kauffrau/Kaufmann D&A, Berufsmaturität gilt als bestanden, wenn die Gesamtnote der betrieblichen Prüfungselemente (siehe oben) mindestens 4.0 beträgt und wenn höchstens eine Fachnote ungenügend ist und nicht unter 3.0 liegt.

Welches Zielpublikum wird mit dem Angebot HMS in BEM angesprochen?


Personen mit abgeschlossenem schulischen Teil an einer Handelsmittelschule (HMS), Wirtschaftsmittelschule (WMS) oder Berufsfachschule Wirtschaft, welche bei einer Bank ein 1-jähriges Praktikum im Anschluss an ihre 3-jährige Schulzeit absolvieren möchten.

Welchen Abschluss erzielen die Absolventen in diesem Programm?


In einer Gleichwertigkeitsanerkennung hat das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) festgehalten, dass Absolventen des Bildungsgangs BEM und den damit erbrachten qualifizierenden Lernleistungen im ersten Jahr ebenfalls den offiziellen HMS Abschluss erlangen können (EFZ Kauffrau / Kaufmann D&A, Berufsmaturität).

Wann startet das Programm für HMS in BEM?


Der Eintritt für HMS-Absolvierende in BEM ist lediglich beim Ausbildungsbeginn im Sommer (Start CYP Module im September) möglich. Die Ausbildungsbank nimmt die Anmeldung für das 1. Modul vor. Die Einladung für den 1. CYP-Präsenzkurs wird Anfang August direkt vom CYP zugestellt.

Wo finden die CYP Module statt?


Die Module werden in Zürich und Basel angeboten.

Welche Elemente sieht das betriebliche Qualifikationsverfahren vor?


Das betriebliche Qualifikationsverfahren für den HMS Abschluss (EFZ Kauffrau/Kaufmann D&A, Berufsmaturität) setzt sich aus folgenden vier Elementen zusammen: ALS1 und ALS2, Schriftliche Prüfung Basic (Modul 714-PR1), Lernerfolgskontrolle 1(Modul 731-LEK1 vor Kursdurchführung 722-KUBE) und Lernerfolgskontrolle 2 (Modul 732-LEK2 vor Kursdurchführung 723-KPKR).

Welche Teilfähigkeiten werden geprüft?


Es werden die Teilfähigkeiten des Rahmenlehrplans BEM geprüft (HMS in BEM). Details zu den Qualifikationselementen sind im Bildungsplan BEM.

Wie viele überbetriebliche Kurse werden während dem Praktikum besucht?


Insgesamt werden während den 12 Monaten 12 Präsenzkurstage am CYP besucht (Module 711-723).

Wie wird der anerkannten Abschluss im Banksektor erworben?


Wenn nach dem 1-jährigen Praktikum zusätzliche 6 Monate Praktikumszeit bei einer Bank absolviert werden und das Qualifikationsverfahren des Bildungsganges BEM erfolgreich bestanden wird, erhält man das anerkannte Zertifikat Bankeinstieg für Mittelschulabsolventen BEM. Dieses ermöglicht die Zulassung an die höhere Fachschule Banking & Finance (HFBF).

Anmeldung

Grundlage aller Prüfungen ist das Prüfungsreglement. Die Kandidatinnen und Kandidaten melden sich direkt via CYPnet für die mündlichen Prüfungen an.

Prüfungsreglement für Mittelschulabsolventen (BEM)

Prüfungstermine für die mündliche Schlussprüfung (SBVg)

Aufbau der Prüfungen

Die mündliche Prüfung BEM basiert auf einem bankfachlichen Kundenfall, welcher sich an den im Rahmenlehrplan BEM definierten Lern- und Leistungszielen orientiert. Jeder dieser Fälle enthält ein Leitthema (in der Regel kredit- oder finanzlastig) sowie zusätzliche Anforderungen an die restlichen bankfachlichen Themen.

Prüfungsvorbereitung

Die Kandidaten haben die Möglichkeit, eine so genannte „Beratermappe“ zur Prüfung mitzunehmen und im Kundengespräch einzusetzen. Die Beratermappe enthält vorzugsweise:

  • Prospekte und Unterlagen zu Produkten und Prozessen der eigenen Bank
  • Visualisierungshilfsmittel zur Erklärung von Abläufen und Entwicklungen
  • Checklisten, Beratungs- und Fragebögen für die Kundenanalyse
  • Formeln zur raschen Berechnung von relevanten Zahlen; zum Beispiel Kennzahlen, Renditen, Belehnung und Tragbarkeit, Kommissionen und Gebühren etc.
  • Notebooks, Laptops, Rechner aller Art
  • Geeignetes Notiz- und Schreibmaterial, welches im Kundengespräch Einsatz findet.
  • Nicht erlaubt sind: Mobiltelefone

Ablauf

  • Begrüssung/Einführung
  • Bedarfsanalyse des Kunden
  • Passendes Angebot/Offerte
  • Einwandbehandlung
  • Abschluss des Geschäfts (angedeutet)
  • Verabschiedung

Der zweite Experte führt zum Ablauf des Gesprächs Protokoll und ist nicht direkt an der Kundensituation beteiligt. Das eingesetzte Notiz- und Prospektmaterial wird durch die Experten nach der Prüfung eingezogen.

Bewertungsgrundlagen und Gewichtung

Die Bewertung und Benotung des Prüfungsgesprächs erfolgt anhand von vorgegebenen Bewertungskriterien aus den Bereichen Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz entsprechend dem Rahmenlehrplan BEM. Die Kundenfälle stützen sich mehrheitlich auf Lern- und Leistungsziele, welche Elemente aus allen Kompetenzen abdecken; also keine reinen Theorieziele. Die Gewichtung und Punktevergabe des Gesprächs ist wie folgt:

  • 50% Fachkompetenz (maximal)
  • 25% Methodenkompetenz (maximal)
  • 25% Sozialkompetenz (maximal)
  • 5% Allgemeiner Eindruck (maximal)

Vergeben werden maximal 100 Punkte, welche entsprechend der Notenskala BEM mündlich ausgewertet werden.