• Blog
  • Generationenübergreifend Lernen
Generationenübergreifend Lernen

Generationenübergreifend Lernen

Jede Person verfügt über ein persönliches Bild wie gelernt und gelehrt wird. Diese Einstellung ist geprägt von eigenen Erfahrungen, persönlichen Werten, Normen und Erwartungen die mit dem Lernprozess verbunden werden.

Durch die Digitalisierung mussten Unternehmungen wie auch Schulen altbewährte Modelle über Bord werfen und sich den neuen Bedürfnissen der Kunden, der Lernenden und Mitarbeitern anpassen. Die Gesellschaft hat sich so verändert, dass immer mehr Optionen zur Verfügung stehen. Wieso sollte sich daher das Lernen nicht verändern?

Das voneinander Lernen war schon immer eine wertvolle Form um sich neue Fähigkeiten anzueignen. In vielen Unternehmungen wird die Form des Mentoring eingesetzt, wo erfahrene Personen ihr Fachwissen wie auch die Berufserfahrungen an Novizen weitergeben. Immer häufiger wird auch die umgekehrte Form -das Reverse Mentoring- wie beispielsweise bei der Telekom oder der Lufthansa eingesetzt, um von der jüngeren Generation zu lernen.

Was können die Jungen von heute besonders gut? Wo sind sie uns voraus?

Unbestritten wachsen die Jungen von heute mit der Technologie auf. Sie nutzen fast alle das Internet um Informationen zu erhalten, schauen Anleitungen auf Youtube und verfügen über Social Media-Accounts. Zudem verfolgen viele mit Interesse neue Trends und sind Veränderungen gegenüber meist offener. Es spricht daher nichts dagegen die Jungen beispielsweise bei Projekten wie bei der Erstellung eines Social Media-Konzeptes einzubinden, sie beim Brainstorming für unkonventionelle Lösungen zu berücksichtigen oder sie bei der Einrichtung von Tablets um Unterstützung zu bitten. Der positive Nebeneffekt ist, dass sich die Jungen integriert und ernstgenommen fühlen und ihr Selbstwertgefühl wächst.

Welche Herausforderung besteht beim Reverse Mentoring?

Die Herausforderung bei dieser Methode ist, dass noch in vielen Unternehmen ein Hierarchiedenken herrscht. Personen mit mehr Erfahrungen müssen nicht auf alle Fragen eine Antwort haben oder das neue Betriebssystem bereits ab dem ersten Tag kennen. Zu erkennen wo man Unterstützung benötigt und wo man von den Jugendlichen profitieren kann, nimmt auch einen gewissen Druck weg. Wenn es um den Umgang mit Konflikten geht oder wo analytisches und dispositives Denken gefordert wird, zählt immer noch der Erfahrungswert. Um voneinander und miteinander Lernen zu können, ist die zwischenmenschliche Beziehung von grosser Bedeutung. Es braucht von beiden Seiten her eine Vertrauensbasis um sich auf ein Mentoring wie auch ein Reverse Mentoring einzulassen. Ältere profitieren vom „frischen Wissen“ der Jugendlichen und diese vom „Erfahrungswissen“ der Älteren.

Was trotz den neuen technologischen Möglichkeiten und den Lernangeboten immer gleich bleiben wird ist, dass Lernen im Gehirn stattfindet und jede Person für ihren Lernprozess die Verantwortung selbst übernehmen muss.

Haben wir Sie motiviert das Know How Ihrer Lernenden abzuholen?

Learning never ends