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CYP ein smarter Arbeitgeber?

Was verbinden Sie mit dem Begriff „smart“? Mir kommt spontan das „gescheite Köpfchen“ oder eine bekannte Automarke in den Sinn. Gegoogelt nach Synonymen steht „smart“ für: schlau, elegant, geschickt, klug, hübsch. Und was nun bitte ist Work Smart?

Work Smart Initiative

Work Smart ist eine Initiative zur Förderung von flexiblen Arbeitsformen, welche von grossen Schweizer Arbeitgebern getragen wird. Die dazugehörige Charta zur Gestaltung von flexiblem und ortsunabhängigem Arbeiten hält fest, dass sich die Arbeitskultur verändert und flexible Arbeitsformen eine Chance für die Schweizer Wirtschaft sind. Unterzeichner der Charta verpflichten sich, mit geeigneten Massnahmen in ihren Unternehmen und Institutionen messbar zu folgenden Zielen beizutragen:

  • Motivierende Rahmenbedingungen für Mitarbeitende schaffen
  • Den Arbeitsmarkt besser erschliessen
  • Ressourcen und Infrastrukturen smarter nutzen

Konzentrieren wir uns zuerst auf die motivierenden Rahmenbedingungen: Im FlexWork Survey 2016 - durchgeführt durch die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) - ist der Vormarsch des flexiblen Arbeitens ein zentrales Thema bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Man liest zwar viel über flexible Arbeitsformen, doch wenn man sich umschaut, sieht die Umsetzung in der Praxis aktuell noch immer eher ernüchternd aus. Wie ist es bei CYP? Steht CYP nicht nur für smart education, sondern auch für smart work?

Wir können mit Überzeugung sagen: Ja, CYP ist auch ein smarter Arbeitgeber. Dies wurde uns auch von der Initiative „Work Smart“ attestiert und wir freuen uns, dass wir im März 2017 die Work Smart Charta unterzeichnen konnten! Im Sinne von „Worte sind genug gewechselt, lasst mich endlich Taten sehn“ (aus Goethes Faust) gebe ich Ihnen anhand von drei individuellen Beispielen Einblicke ins Thema „Gestaltung von flexiblem und ortsunabhängigen Arbeiten bei CYP“. Dazu übergebe ich das Wort den drei involvierten Mitarbeitenden:

Temporäre Auslagerung Kundendienst nach Winnipeg (Kanada):

Céline Senn

Céline, du arbeitest bei CYP im Bereich Customer Care & Services mit einem Arbeitspensum von 60% und absolvierst parallel das Fachhochschulstudium in Betriebswirtschaft. Erzähl mal, wie kam es zu deinem CYP-Einsatz in Winnipeg?
Im Rahmen meines Studiums habe ich mich entschieden ein Austauschsemester in Kanada zu machen. Da ich bei CYP einen tollen Job und ein super Team habe, wollte ich deswegen nicht kündigen. Ich habe mit meiner Vorgesetzten gesprochen und wir haben eine individuelle Lösung gefunden.

CYP hat mir angeboten, temporär mein Pensum auf 20% zu reduzieren und in Kanada im Home Office zu arbeiten, um das Team so weiterhin zu unterstützen und den Customer Service zu gewährleisten. Ich konnte einige Tasks zudem vorarbeiten und gewisse Tasks konnten während der Abwesenheit durch das Team abgedeckt werden. Die Absprache mit meinen Arbeitskolleginnen klappte, dank gegenseitiger Flexibilität, guter Kommunikation und Arbeitsorganisation, sehr gut und ich danke allen für die Unterstützung!

Temporäre Auslagerung Kundendienst nach Winnipeg (Kanada)

Was war toll? Was waren die Herausforderungen?
Ich habe es sehr geschätzt, dass CYP mir das Vertrauen entgegengebracht hat, mobil zu arbeiten und das auch noch auf einem anderen Kontinent mit 7 Stunden Zeitverschiebung, was teilweise eine Herausforderung war. Nach den Abschlussprüfungen bereiste ich noch während knapp drei Wochen Kanada. Es war genial, überall arbeiten zu können, sei es in einem Kaffee oder im Aufenthaltsraum eines Hostels.

Ich bin sehr dankbar, dass CYP mir die Gelegenheit geboten hat, neue Erfahrungen im Austauschsemester zu sammeln, gleichzeitig das Team weiterhin unterstützen und danach in mein gewohntes Arbeitsumfeld zurückkehren zu können. Für CYP hatte es den Vorteil, dass die Stelle nicht neu besetzt werden musste. Mein Know-how blieb erhalten, ich konnte meine Kompetenzen erweitern und bin motiviert zurück bei CYP!

Productmanagement unter Palmen in Costa Rica – Pura Vida:

Carmen-Luisa Núñez de La Torre

Carmen-Luisa, als Lead Core Business hast du eine verantwortungsvolle Rolle bei CYP inne. Dennoch hat CYP dir ermöglicht, einen Monat 50% zu arbeiten – dies in Costa Rica, weil dein Partner dort einen Sprachkurs besuchte. Danach hast du noch einen Monat unbezahlten Urlaub angehängt. Was waren deine Erfahrungen? Wieso hat CYP auch als Arbeitgeber von deiner Auszeit profitiert?

Ich musste schon früh meine Abwesenheit planen. Wie sagt man so schön: gute Organisation ist die halbe Miete. Meetings fanden während meinem Aufenthalt über Microsoft Lync statt und auch der Austausch mit Kunden funktionierte sehr gut. Ohne die Unterstützung meines Teams hätte ich es jedoch nicht geschafft, die Zeit in Costa Rica zu geniessen. Das war möglich, weil ich mich auf meine Arbeitskollegen verlassen und loslassen konnte. Ein Highlight war für mich das Skype-Interview mit unserer Geschäftsführerin Alexia Böniger anlässlich unseres Bildungsforums. Eine Quasi-Liveschaltung aus meinem Home Office in Costa Rica.

Mein Fazit: Mobiles Arbeiten auf Distanz ist möglich und ich konnte meine Kompetenzen erweitern in Bezug auf Arbeitsorganisation, Prioritätensetzung, Loslassen und Vertrauen. Ich war sehr motiviert, konnte zusätzlich Energie tanken und habe gelernt, in neuen und verschiedenen Perspektiven zu denken. Das gab Raum für Ideen, von denen CYP wieder profitieren kann.

So ein Theater – Bühnenpräsenz eines Coachs:

Daniela Kamm

Daniela, deine grosse Passion - neben der CYP-Bühne - ist die Theaterbühne. Erzähl uns von deinem Hobby und was das mit flexibler Arbeitszeit zu tun hat.
Wenn ich bei einer Theaterproduktion mitwirken darf, bedeutet das einen grossen zeitlichen Aufwand. Meine Arbeit bei CYP mit den unterschiedlichen Einsätzen an verschiedenen Standorten bedingt eine gezielte Planung. In meinem ersten CYP-Jahr war die Planung meist so, dass ich während der Aufführungen von Ende Oktober bis Mitte November hauptsächlich donnerstags und freitags im Home

Office arbeiten konnte. Für das Jahr 2016 wollte ich die Planung nicht belasten und ständig eine Extra-Behandlung in Anspruch nehmen. Zusammen mit meinem Vorgesetzten und HR konnten wir eine ausserordentliche Vereinbarung treffen: Ich durfte während der Spielzeit 2016 während zwei Monaten von 100% auf 80% reduzieren und so konnte ich die Teilnahme an den Theaterproben und Aufführungen gut organisieren. Neben den Aufführungsdaten oder den Endprobe-Wochen verschaffte mir die Pensumsreduktion Luft. Ich musste nicht ständig meinem Spielerensemble erklären, weshalb ich verspätet eintreffen oder gar nicht dabei sein konnte. Toll, dass mir CYP diese Möglichkeit geboten hat! Neben meiner Passion als Ausbilderin konnte ich so noch meiner zweiten Leidenschaft auf der Theaterbühne nachgehen!

Neue Wege

Als moderner Arbeitgeber steht CYP für neue Wege und ist offen für (neue) Ideen sowie individuelle Lösungen - im Fokus steht jeweils die Unternehmensstrategie und das Ziel, eine Win-Win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu kreieren. Flexibles, ortsunabhängiges Arbeiten wird von Mitarbeitenden sehr geschätzt und bringt beiden Seiten einen Mehrwert. Voraussetzung für diese Art der Zusammenarbeit ist eine Vertrauenskultur und ein hohes Mass an Selbststeuerung der Mitarbeitenden. Diese wichtige Kompetenz der Selbstführung will gelernt sein und für CYP ist es zentral, die Mitarbeitenden in dieser Kompetenz zu befähigen, zu stärken und zu entwickeln. Eine zentrale Frage, die sich jeder in einer flexiblen Arbeitswelt stellen muss: Wie gehe ich achtsam mit meinen Ressourcen um? Was brauche ich um Höchstleistungen zu erbringen und welche Massnahmen sind nötig um die „Life Domain Balance“ zu halten?

Ich hoffe, ich konnte Sie mit unseren drei Beispielen inspirieren und frage Sie: Wie sieht Ihr „smart work“ aus? Sind Sie auch bereits bei den Taten oder immer noch bei den Worten? Ich wünsche Ihnen viele smarte Überlegungen!