The bus is not enough ‒ von Industrie und Ferien 4.0

The bus is not enough - von Industrie und Ferien 4.0

Es ist nicht einfach, im Ausbildungsbereich zu arbeiten. Die steigenden Anforderungen im Beruf und in der Gesellschaft gehen auch an uns nicht spurlos vorüber. Der eigene Anspruch für qualitativ hochstehende Unterrichtsangebote, die Ansprüche von Lernenden, Eltern, Betrieben und Arbeitgebern sowie der Wunsch Privatleben und Beruf unter einen Hut zu bringen. Gut, dass die Sommerferien vor der Türe stehen und wir dem Lärm, dem Stress, den WhatsApp-, Facebook- und Twitter-Plattformen sowie den Kolleginnen und Kollegen entfliehen können. Ruhe ist angesagt! Oder doch nicht?

Von Industrie und Ferien 4.0

Industrie 4.0 und Bildung 4.0. Die Schlagworte, auch wenn sie nicht immer klar definiert und gleich verstanden werden, sind in aller Munde. Es ist unbestritten, dass es im Zuge dieser Veränderungen neue Kompetenzen und Fähigkeiten braucht. Die Anforderungen ändern sich und Kompetenzen wie Kreativität, kritisches Denken, Kollaboration und Kommunikation gewinnen an Bedeutung.

Ein Wandel in der Arbeitswelt bringt jedoch zwangsläufig einen Wandel der Arbeitsbelastung mit sich. Es geht um Themen wie "immer erreichbar sein", "überall arbeiten können", "neue Wege und Konzepte entwickeln" oder das Gefühl haben, nie fertig zu werden. Ein Ungleichgewicht zwischen Anforderungen und den persönlichen Fähigkeiten und Ressourcen kann die Folge sein. Oftmals haben wir auch verlernt, nichts zu tun, zu entspannen und die Seele baumeln zu lassen. Dies obwohl sich Psychologen einig sind, dass Tagträume, Nichts tun bzw. das Hirn in den Ruhemodus versetzen, wichtig sind, um kreative Ideen zu generieren und Erlebtes sinnvoll zu verarbeiten und weiterzuentwickeln. Gerade im Ausbildungsberuf scheint dies ein Thema zu sein, wie eine Blogparade von @herr_mess im Mai dieses Jahres zeigte. Neue Strategien und Kompetenzen sind gefragt.

Pädagogen und Mitarbeitende im Bildungsbereich sind gebildete Leute und wissen was gut ist. Wenn sie sich schon nicht während der Unterrichtszeit entspannen, dann wird dies wohl in den Sommerferien so richtig nachgeholt. Vom Lärm und Stress an den Strand – ab in die Wohlfühloase, weit weg von allem Jubel, Trubel und jeglicher Hektik. Alles hinter sich lassen und abschalten, Ferien 4.0 sozusagen. Das ist sicher die Strategie, der aktive Beitrag zu Gesundheitsmanagement 4.0. So sollte man jedenfalls annehmen.

Wir bei CYP sind uns da nicht so sicher und haben bei unseren Mitarbeitenden nachgefragt…

Von „Balkonien“ über VW-Busse, nach Kanada bis Sri Lanka

Nachfolgend eine Zusammenfassung von dem, was uns unsere Mitarbeitenden über ihre Ferien verraten haben.

Von den 32 befragen CYP Mitarbeitenden gehen rund 60% ins Ausland, die anderen geniessen die Ferienmöglichkeiten hier in der Schweiz. Wobei, darunter gibt es auch die einen oder anderen, die das eine tun und das andere nicht lassen.

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Feriendestination Schweiz: Wohin ihr lieben Kinder? Ach, machen wir doch einen Ausflug!

Wenn wir etwas näher auf die „Feriendestinationen“ in der Schweiz schauen, so weiss doch 1/3 der „Hierbleibenden“ noch nicht so genau, wo es hin geht. Aber die Schweiz bietet ja bekanntlich genügend Abwechslung, um jeden Tag etwas anderes zu machen und spontan zu entscheiden.

Konkret genannt werden Ausflüge mit dem Ziel, das Ferienland Schweiz zu erkunden (z.B. die Swissminiatur oder Schweizer Nationalparks), gefolgt von Sport (Velo, Fitness, Golf spielen) und Wandern. Der eine oder andere vertreibt sich die Zeit auch zu Hause mit Aufräumen oder Gartenarbeiten. Auch das kann (anscheinend) entspannend sein. Die meisten der Befragten kombinieren aber verschiedene Aktivitäten nach Lust und Laune. Man liebt halt die Abwechslung.

Ansonsten sind die Schweizer Ferienorte unserer Mitarbeitenden sehr unterschiedlich: Vom, Graubünden über die Innerschweiz bis ins Tessin ist Vieles dabei. Am bequemsten geht es, gemäss der Überzeugung eines Mitarbeitenden, mit dem VW-Bus von einem Ort zum anderen.

Die Gründe, die heimischen „Gefilde“ nicht zu verlassen, sind vielfältig. Hier spielen die Kinder, vor allem auch die kleinen, die Hauptrolle oder die anderen Familienmitglieder, welche keine Ferien haben. So bleibt man zu Hause. Es gibt aber auch Stimmen, die sagen, dass man aufgrund der verschiedenen Krisenherde in Europa und auch in Übersee gar keine Lust hat, irgendwo hinzufliegen. Jemand gab auch offen zu, aufgrund des Massentourismus im Ausland lieber in der Schweiz zu bleiben. Nicht zu vernachlässigen ist auch der Kostenfaktor bei Auslandreisen.

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Feriendestination Ausland: Überall auf der Welt wakeboarden, Quad fahren und zwischendurch einfach nur faul am Strand liegen – der Aktivitäten-Mix macht’s!

Eins vorweg: CYP Mitarbeitende sind ungeeignet, um eine ausländische Feriendestinationstendenz aufzuzeigen. Wir haben nur bei Deutschland (Hamburg 3x und Süddeutschland 1x) sowie Portugal (2x) Mehrfachnennungen. Ansonsten bevölkern unsere Mitarbeitenden in den Sommerferien (bis auf wenige Orte wie Grönland, Australien, Neuseeland) den ganzen Globus. Von Island über Skandinavien, Holland, Griechenland, Albanien, Serbien, Kroatien, Italien, Spanien über den „grossen Teich“ nach Bali, Singapur, Sri Lanka und weiter nach Kanada. „Die Welt ist gross, schauen wir sie uns doch an“, scheint das Sommerferien-Motto 2016 zu sein.

Die Gründe sind da schon einfacher auszumachen: Hauptsächlich fliegt man weg, um etwas zu sehen. Anschliessen folgen „äussere Einflüsse“ wie z.B. andere Familienmitglieder oder heiratende Kollegen die einen dazu „ermuntern“, die Schweiz für ein paar Ferientage zu verlassen.

In Bezug auf die Aktivitäten sind sich die CYP Mitarbeitenden einig mit dem Grossteil aller Ferienreisenden: Im Meer oder See planschen und baden. Dicht gefolgt von Stadtbesichtigungen und Wandern bzw. Rundreisen, gleichauf mit Sport (von Golf spielen über Quad fahren, segeln, surfen bis zu wakeboarden). Man will sich also auch in den Ferien fit halten und gleichzeitig Spass haben. Wie auch bei den Schweizer „Ferienmachern“ ist aber auch hier klar gesagt worden, dass man die Abwechslung liebt und in seinen Ferien verschiedene Aktivitäten kombiniert. Häufig waren es Stadtbesichtigungen mit gutem Essen, etwas Sport und danach am Stand relaxen. „What else!“, würde George Clooney sagen.

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Ist in den Ferien von Ausbildenden nun Ruhe angesagt? Ja auch, aber…

…nicht nur. Es gab nur ganz wenige Mitarbeitenden, die gesagt haben, in den Ferien will ich einfach nur „chillen“, relaxen und Nichts tun. Da viele unserer Mitarbeitenden Familien mit (kleinen) Kindern haben, wird dieses Vorhaben sowieso schwer umzusetzen sein. Man will Zeit mit seinen Lieben verbringen, etwas unternehmen, erleben, Spass haben und doch fit bleiben. Aktive Erholung scheint das Zauberwort zu sein und möglichst viel Abwechslung, egal ob in der Schweiz oder im Ausland.

Ein vertiefendes Fazit? Nein, das schicken wir in die Ferien! Pädagogen und Mitarbeitende im Bildungsbereich sind gebildete Leute und wissen was gut ist. Richtig, jeder braucht seine eigene Strategie für Ferien oder Gesundheit 4.0. Wir halten es jedoch mit Lotta: Chill mal dein Leben! – egal ob zu Hause, in der Ferne, aktiv oder passiv.

Raphael Zimmermann

Raphael Zimmermann

Lead HR Development
Member of Management Board

raphael.zimmermann[at]cyp.ch

Armin Eyer

Armin Eyer

Lead Leadership
Member of Management Board

armin.eyer[at]cyp.ch

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